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Bücher

Weihnachtsgeschichte

Bei meinem Verlag Traumschwingen ist eine Weihnachtsgeschichte von mir veröffentlicht worden (als Teil des Adventkalenders), die ich euch nicht vorenthalten möchte. Dieser Link bringt euch direkt zum richtigen Beitrag auf der Homepage des Verlages.

Viel Freude damit!


Vampirerwachen

Vampirerwachen ist Band 2 von meiner Gestaltenwandler-Reihe. Es erzählt die Geschichte des jungen Matthis, dessen Leben eine ungeahnte Wendung nimmt. Im Frühjahr 2017 erscheint es beim Traumschwingen-Verlag.

Hier ein kleiner Textausschnitt aus der Rohfassung: 

"Die Gräser und Blumen um sie herum tanzten fröhlich in der frischen Brise diesen lauen Spätsommerabends. Rund um sie summte und flatterte es. Schmetterlinge in allen erdenklichen Farben genossen die letzten Sonnenstrahlen des Abends. Bienen flogen von einer wunderschönen Blüte zur nächsten und sammelten fleißig deren Pollen, um draus leckeren Honig zu machen. Ganz in der Nähe sprangen drei junge Rehe durchs knielange Gras. Mit wehmütigem Blick beobachtete Hannah den Wettlauf. Am liebsten wäre sie mit ihnen durch den Wald gelaufen, aber sie war nun einmal ein Mensch. Sie würden Angst vor ihr haben.

Matthis hatte sie hierher gebracht, auf diese einsame Wiese, die von mächtigen Bäumen umringt war. Er wusste wie gern sie in der Natur war, weit entfernt von der erdrückenden Stadt mit ihrem Lärm und den Menschenmassen.

Noch raschelten die Blätter in sattem Grün im Wind, doch bald würden daraus die herrlichsten Herbstfarben werden, um nur wenig später abzufallen und zu verwelken und kahle, trostlose Äste zurückzulassen. Hannah hasste den Winter, wenn Bäume und Pflanzen schliefen, nur noch ein Schatten der Pracht, die sie kurz zuvor verkörpert hatten. Sie wünschte sich, dass der Herbst ewig andauerte mit seinen leuchtenden, fröhlichen Farben. Zu dieser Zeit war sie gleichzeitig am glücklichsten und niedergeschlagen ob des herannahenden Winters.

Heute hatte sie sich besonders hübsch gemacht. Sie trug das zartblaue, knöchellange, langärmelige Kleid, das Matthis ihr zum Geburtstag vor zwei Wochen geschenkt hatte. Der Stoff fühlte sich wunderbar sanft und leicht an, fast als trage sie nichts weiter als ihre Haut. Sie wusste, dass es eine Sonderanfertigung war. Er hatte es von seinem mühsam Ersparten bezahlt. Es war ihr schwer gefallen, es anzunehmen, weil es bestimmt mehr gekostet hatte als das teuerste Kleid, das sie besaß. Aber sie liebte das Kleid nicht deshalb, sondern weil sie sich darin wohl fühlte. Es engte nicht ein wie die Kleider, die es sonst zu kaufen gab. Sie brauchte ihre Freiheit, wollte sich in ihren Kleidern bewegen können, laufen, die Welt erleben und nicht diese öde Leben, in das sie hineingeboren wurde.

Obwohl ihre Familie sehr vermögend war und sich die wundervollsten Dinge leisten konnte, lag Hannah nichts daran. Sie brauchte keinen Luxus, um glücklich zu sein. Das hatte sie auch erst ihrem Vater begreiflich machen müssen, der ihr vor einigen Jahren kostbare Kleider von seinen Reisen mitnahm. Sie hatte ihm aufgetragen, sie zurückzubringen oder ihrer Schwester zu schenken. Stattdessen schenkte er ihr seither kleine Holzfiguren, an denen sie sofort Gefallen gefunden hatte.

Hannah, sieh nur, was ich gefunden habe.“ Matthis kam auf sie zugelaufen. Bei seinem Anblick machte ihr Herz einen Hüpfer. Er war die Liebe ihres Lebens. Sie dankte Gott dafür, dass ihr Vater ihre Beziehung billigte. Hannah war einem anderen versprochen gewesen, einem Mann in mittlerem Alter, den sie seit dem ersten Treffen nicht ausstehen konnte. Sie fühlte sich nicht wohl in seiner Nähe. Er war eine gute Partie, wie ihre Großmutter zu sagen pflegte. Lange hatte es gedauert, dass ihr Vater von seiner früheren Entscheidung abgewichen war und sie sich endlich dem Mann zuwenden konnte, für den ihr Herz schlug. Er wollte seine kleine Tochter glücklich sehen. Sie hoffte, dass Matthis sie an diesen wunderschönen Ort gebracht hatte, um ihr endlich einen Heiratsantrag zu machen. Darauf wartete sie schon seit sie ein Paar waren.

Matthis setzte sich neben sie auf die Decke. Seine schulterlangen schwarzen Haare schimmerten im Schein der untergehenden Sonne. In die stahlgrauen, intelligenten Augen hatte sie sich bei ihrer ersten Begegnung vor fast einem Jahr sofort verliebt. Seine Wangen waren vor Aufregung etwas gerötet. Sie ließen ihn viel jünger aussehen, als es sowieso schon der Fall war. Ihre Freundin Maria hatte schon immer Matthis' schlanke, etwas schmächtige Figur bemängelt, aber Hannah störte es nicht. Sie legte keinen Wert auf Muskeln. Auf den Charakter kam es an, und in diesem Punkt war ihr geliebter Matthis anderen Männern meilenweit überlegen.

Seine Aufmerksamkeit galt nur ihr, für ihn war sie die schönste Frau auf Erden. Er machte ihr immer wieder Geschenke ohne sich ihre Zuneigung erkaufen zu wollen. Es waren kleine Präsente, die von Herzen kamen., mal ein Brief, dann ein Ausflug, das teuerste war das Kleid, das sie heute trug.

„Die habe ich dort am Waldrand gefunden. Sie hat mich an dich erinnert.“ Hinter seinem Rücken holte er eine Rose hervor. Ihr Blüte war von blassem Orange und an den Spitzen mit kräftigem Gold gesprenkelt. Sie war wunderschön. Matthis steckte ihr die Blume hinters Ohr. „Am Anfang ist sie mir gar nicht richtig aufgefallen. Sie war unscheinbar neben den anderen Blüten. Aber trotzdem hat sie meinen Blick auf sich gezogen.“ Er steckte sie ihr hinters Ohr und flocht sie in ihr Haar.

„Warum hast du sie gepflückt und nicht weiter wachsen lassen? Dann hätten sich noch andere an ihrer Schönheit erfreuen können.“          

„Sie hätten sie nicht zu schätzen gewusst.“

(c) Stefanie Friedl, Vampirerwachen



Luchstränen 

(c) Sabine Kosmin

Mein Debüt. 2014 habe ich es zu schreiben begonnen. Es war nicht leicht. In diesem Buch steckt unglaublich viel Herzblut, in den anderen natürlich auch, aber das erste Buch ist doch etwas ganz Besonderes.


Klappentext: Miranda ist eine draufgängerische, eigensinnige Luchswandlerin, die in der schwersten Zeit ihres Lebens auf ihren größten Feind trifft. Kann sie es mit Hilfe ihrer Freunde schaffen, ihn und seine gefährlichen Gefolgsleute zu besiegen? Schon so viele sind daran gescheitert. Doch das Überleben der Gestaltwandler steht auf dem Spiel.



Hier ein kleiner Textausschnitt:

"Schmerzen, unendliche Schmerzen. Ihr Körper fühlte sich an, als ob ein Feuer darin wüten würde. Und sie war so wahnsinnig erschöpft und müde, als wäre sie einen Marathon gelaufen. Warum nur? Miranda versuchte, sich zu erinnern. Das Dröhnen und Hämmern in ihrem Kopf war dabei nicht gerade hilfreich. Ihre Arme waren derart schwer, als hätte sie zu Hause alle Fenster geputzt, und das waren einige. Ihre Mutter liebte helle, lichtdurchflutete Räume.

Schwerfällig hob sie den Kopf und richtete den Blick auf ihre Arme. Nur langsam registrierte Miranda, was sie da sah. Ihre Gedanken setzten aus. Panik erfüllte sie und ließ ihr Herz  wild rasen. Es drohte, ihr aus der Brust zu springen. Ihr war heiß und kalt zugleich. Ihr Atem ging stoßweise. Die Angst kroch in alle Ritzen ihres Verstandes und blockierte ihr Denken.

Völlig kopflos rüttelte sie an den Fesseln, zerrte daran, doch sie wollten sich nicht lösen und schnitten tief in ihre Haut. Immer stärker riss sie an den Fesseln, aber sie konnte sich nicht befreien.

Ein plötzlicher, stechender Schmerz an ihrem Rücken ließ sie innehalten. Sie keuchte. Schweiß bedeckte ihren Körper. Noch immer spürte sie ihr Herz kräftig hämmern. Die Schnitte an ihren Handgelenken brannten wie glühende Kohlen. Ihr Rücken fühlte sich wund gescheuert an. Sie bemühte sich, tief durchzuatmen und sich etwas zu beruhigen, richtig funktionieren wollte es aber nicht. Die Angst, die in ihr wütete, ließ keinen klaren Gedanken zu. 

Intuitiv versuchte sie, sich zu verwandeln. In ihrer Luchsform war sie um einiges wendiger und viel stärker. Doch es gelang ihr nicht. Sie konnte ihre Luchsin nicht einmal spüren, geschweige denn sich verwandeln. Voller Verzweiflung rüttelte sie wieder an den Fesseln. Die Schnitte an ihren Handgelenken wurden immer tiefer, ließen schon die Knochen hervorblitzen. Das Blut lief ihr an den Armen hinab. In ihrem Kopf fing alles an, sich zu drehen. Ihr war schwindlig und übel. Tränen füllten ihre Augen und trübten ihren Blick. Was haben sie mit mir gemacht? Mir meine Luchsin genommen und mich dann allein hier angebunden, um mich elend verrecken zu lassen? Hoffnungslosigkeit stieg in ihr hoch. Ihre Lage war aussichtslos."

(c) Stefanie Friedl, Luchstränen


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